„Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt in die richtige Richtung.“
(Hawaiianisches Sprichwort)
Die Entscheidung, eine Weltreise zu machen, kam nicht über Nacht. Es war ein Entwicklungsprozess, der einige Jahre dauerte. Wachsene Unzufriedenheit im Job und immer mehr das Gefühl zu haben, dass die Zeit davonrast und ich diese einfach nicht wirklich für mich selbst nutze. Das beschreibt in etwa, was zu meinen Entschluss zu dieser Weltreise geführt hat.
Das Leben hat viele Überraschungen parat, warum also noch warten und dem täglichen Trott erliegen? Warten bis zur Rente? Um dann festzustellen, dass man komplett ausgelaugt ist und sich nicht mehr aufrafft, die eigene Komfortzone zu verlassen? Oder der Körper rumzickt?
Also, wenn nicht jetzt, wann dann? Und so machte ich mich daran, meine Reise zu planen. Wenigsten das, was vorab planbar ist.
„Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.“
(Paulo Coehlo)
Pläne wurden geschmiedet, um sie dann doch wieder zu werfen.
Meine größte Hürde war, aus all meinen Traumzielen eine Auswahl zutreffen. Die Welt ist einfach zu groß und birgt zu viele wunderbare Orte. Wo soll es hingehen, und was erwartete ich von meiner Reise. Ehrlich, Letzteres weiß ich immer noch nicht so genau. Ich will offen für alles und jeden sein.
Meine ursprüngliche Liste mit möglichen Reisezielen hat sich monatelang immer wieder geändert. Da ich mir nur ein Jahr Zeit gebe, möchte ich zwar so viel wie möglich sehen, aber die Reise soll ja auch nicht in Stress ausarten.
Wichtig sind mir die Volontariate, die ich für meine Reise geplant habe. Jahrelang sitze ich nun schon nur noch am Schreibtisch. Da ist mein Wunsch groß, endlich mal wieder in freier Natur zu arbeiten. Aber die Volontariate sehe ich nicht als Arbeit an, sondern als Möglichkeit, meiner Leidenschaft für Natur und Tiere auszuleben, Neues zu lernen, aber vor allem lokale Natur- und Tierschutzorganisationen mit meinem Wissen und Fähigkeiten zu unterstützen. Da diese Volontariate vorab gebucht werden müssen, habe ich mich zunächst damit beschäftigt. Oh man, die Auswahl ist überwältigend. Aber nach langer Suche habe ich drei Volontariate gefunden, die auch meinen anderen Leidenschaften entgegenkommen: Fotografieren, und neuerdings auch wieder das Tauchen. Links und Infos zu den Volontariaten findet ihr hier.
Mit der Auswahl der Volontariate, hatte ich eine grobe Reiseroute, die es galt zu verfeinern. Die Länder, die ich auf meiner Reise besuchen möchte stehen nun fest (Karte). Auch hier gab es immer wieder Änderungen, und wird es wohl auch während meiner Reise geben.
„Mit dem Bezahlen wird man das meiste Geld los.“
(Wilhelm Busch)
Komischerweise habe ich mir zunächst keine Gedanken über die Kosten einer Weltreise gemacht, obwohl ich nur ein begrenztes Budget habe. Erst nachdem eine vorläufige Reiseroute festlag, habe ich mich mit den Kosten auseinandergesetzt. Vielleicht nicht der logischste Weg…
Um einen Überblick zu bekommen, mit welchen Kosten ich rechnen muss, habe ich mich an ein örtliches Reisebüro gewendet, das sich auf Individualreisen spezialisiert hat. Leider war meine Erfahrung mit dem Reisebüro nicht so toll. Ich hatte zwar ein nettes und ausführliches Gespräch mit einer Angestellten, aber dann kam leider nie eine Rückmeldung.
Daraufhin habe die Sache selbst in die Hand genommen. Meine ersten Schritte bestanden darin, dutzende Reiseblogs und -foren durchzustöbern und unzählige Flug- und Hotelportale zu besuchen. Da meine Reiseroute ungefähr festlag, habe ich mir die Arbeit gemacht, nach Flügen zu schauen. Das war nicht so einfach, da die Flugverbindungen und -preise immer erst ein Jahr im Voraus veröffentlicht werden. Ähnlich erging es mir bei den Hotels. Ok, dann muss ich halt mit den aktuellen Preisen plus 5% Preiserhöhung rechnen. Ja, es war etwas umständlich und war eine schöne Schlechtwetterbeschäftigung. Aber am Ende hatte ich eine Tabelle mit den ungefähren Fixkosten für die Reise; nicht berechnet habe ich Kosten für Eintritte, geführte Ausflüge etc.
Nach der Recherche stand fest, das ich zwar nicht in den billigsten Hostels übernachten muss, aber Luxushotels werden es auf jeden Fall auch nicht. Ich möchte ja Land und LEUTE kennen lernen, und nicht Land und ausländische TOURISTEN. Daher werde ich einfache Unterkünfte, vom bessere Hostels mit kleinen Gruppenschlafsälen, B&B´s oder kleine Hotels nutzen. Hin- und wieder soll es auch Bewelcome oder Couchsurfing werden. Dies kommt natürlich auch meinem schmalen Geldbeutel entgegen.
Da ich nun genau wusste, dass ich diese Reise finanzieren kann, ging die eigentliche Planung los. Meine „To Do Liste“ und Packliste findet ihr unter „Organisatorisches„.
Dankeschön
Eine Webseite zu erstellen ist nicht soooo einfach, wie es im Internet erzählt wird. Zwar habe ich das meiste selbst hinbekommen, aber manche für mich kryptische Meldungen von WordPress haben mich dann doch überfordert. Ich bin froh, dass sich Ben meiner Website angenommen hat und die letzten technischen Macken entfernt hat. Besten Dank!
Ich habe in den letzten Jahren viel Unterstützung von meiner Familie und Freunden erhalten. Besonders bei der Planung der Reise haben mir die vielen Gespräche geholfen, mich zu fokussieren und mich in meiner Idee von einer Reise um die Welt zu bestärken. Letztendlich sind sie daran Schuld, dass ich nun diese Reise unternehme ;).
Also, hier mein außerordentlicher Dank an Werner, Heike S, Eva, Lotte, Heike H, Sophia, Hellena und Andrea. Ihr seid die BESTEN!